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Über mich

Hey, ich bin Julia, diplomierte Architektin, Grafikerin, Fachjournalistin, Fotografin und so viel mehr. Eines wollte ich aber schon immer werden: Architektin. Darauf habe ich tatsächlich seit der 4. Klasse hingearbeitet. Mit Erfolg. Ich kam aufs Gymnasium, dann in die Uni, hatte irgendwann mein Vordiplom und in Regelstudienzeit sogar mein Diplom in der Tasche. Klingt nach Überflieger und idealem Lebenslauf, wenn man das so herunter bricht.

Ist es aber nicht.

Nach dem Abi habe ich erstmal 2 Jahre meine Nase ins Arbeitsleben gesteckt, habe Praktika in Baufirmen und bei Architekten gemacht. Klingt soweit auch ganz gut. Zwischendurch habe ich aber auch mal bei Kaufland gejobbt, dort nachts Regale eingeräumt, jeden Feiertag und jedes Wochenende mitgenommen und (jetzt kommt der Haken) dort netto mehr verdient als ich als angestellte Architektin bekommen habe.

Ha, da ist der Grund, aus dem ich alles ändern will! – Oder?

Nicht ganz. Aber auch. Die genaue Geschichte gibt’s im Blog, aber kurz gesagt: Ich habe mich fürchterlich überarbeitet und ich habe im Angestelltenverhältnis gegen meine moralischen Wertvorstellungen arbeiten müssen.

Während meiner Studienzeit habe ich mich mit den allgegenwärtigen Themen Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und natürlichen Materialien beschäftigt. In meiner Diplomarbeit habe ich auf dem Gelände des frankfurter Bundesrechnungshofes ein denkmalpflegerisch umsichtiges Hotel und ein Hochhaus mit energetisch aktiver Fassade geplant. Hätte man mich gelassen, würde dieses Hochhaus auch noch Windenergie generieren. Mein Prof fand diese ganze Nachhaltigkeit allerdings gar nicht so cool. Ich ließ mich nicht beirren und plante weiter, auch wenn er meinte, diese ganze Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit sei doch schon längst wieder out! (Dass ich nicht lache…).So kam es, dass ich durch meine Hartnäckigkeit beinahe mein Diplom in den Sand setzte. Manchmal glaube ich noch immer, ich habe nur bestanden, damit er sich nicht nochmal mit meinen ‚verrückten Ideen‘ auseinander setzen muss.Dann bewarb ich mich unter eben diesen moralischen Aspekten bei Architekten, die versprachen, auch nach dieser Philosophie zu arbeiten. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich landete bei einem Architekten, der vielleicht in seinen schlaflosen Nächten gerne von Denkmalschutz und Nachhaltigkeit träumte, aber in der klaren Realität eine Billigheimer-Mentalität auslebte. Wöchentliche Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit, Moral und Denkmalschutz brachten leider nur weiteren Frust. Durch das Austreten anderer (gefrusteter?) Angestellter wurde die Arbeitsbelastung hoch und die Arbeitstage länger. Mit der Teilzeit-Selbstständigkeit nebenher kam es, wie es kommen musste: Es wurde mir einfach zu viel. Und da meine moralischen Werte eben doch ausgeprägter sind, als ich offensichtlich den Anschein mache, war bald klar, dass dieser Job nichts für mich ist. – Einige andere schlechte Erfahrungen bei Architekten führten dazu, dass ich mich entschloss, als selbstständige Architektin nur noch an Projekten teizunehmen, die meiner Philosophie entsprechen. Der Entschluss ist gefasst und wenn mir jetzt ein solches Projekt über den Weg läuft, bin ich mit Herzblut und all meiner Energie in allen Leistungsphasen dabei, aber ich verkaufe meine Seele nicht mehr für Styrodur und Zementputz.

Architect Gone Astray wird dir gefallen, wenn auch du deine Seele nicht mehr verkaufen willst, wenn du dein eigenes Ding machen willst und wenn du vielleicht sogar die Branche wechseln möchtest.

Es geht hier aber nicht nur um Architekten, sondern um jeden Kreativen, der sein Potenzial ausschöpfen und etwas anderes machen möchte!

Der 9-5-Trott gefällt dir nicht mehr? Super! Dann bist du hier genau richtig, auch wenn du vielleicht sogar mal 8-6 oder 7-7 Tage haben wirst. Schreckt dich nicht? Herrlich!

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Ich freu mich schon, von dir zu lesen!

Julia

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